Die Vergessenen

Ein Podcast von Kerstin Przygodda

FREIGELASSEN

Wer hat immer eine zweite Chance verdient? Was machen 35.000 Menschen in Deutschland, und was findet man an Tankstellen?

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Der Inhalt eines Einkaufswagens sagt viel über seinen Besitzer aus. Immer wenn ich an der Kasse warten muss, gucke ich mir an, was die anderen Menschen so einkaufen. Zuerst überlege ich mir, was es wohl bei ihnen heute zu essen gibt und dann mache ich mir Gedanken über ihre Lebensumstände.

Sind sie verheiratet oder leben sie alleine? Kochen sie gerne? Haben sie Arbeit, und wenn ja, was arbeiten sie? Und natürlich mache ich mir darüber Gedanken, was mein Einkaufskorb über mich aussagt.

In Frankreich an der Kasse passiert es öfter, dass die Verkäufer sagen: „Heute gibt es bei Ihnen…… Guten Appetit.“ In Deutschland ist mir das noch nie passiert, wahrscheinlich ist es den Kassiererinnen untersagt solche Kommentare abzugeben.

Es kann aber auch sein, dass es den Leuten egal ist. Deshalb ist es wahrscheinlich total überflüssig, dass ich mir „unangenehme“ Bücher einpacken lasse.

Heute habe ich schon wieder ein Buch freigelassen, wer das auch mal machen möchte, kann das bei Bookcrossing tun. Wer seine Bücher tauschen möchte ist bei Tauschtiket gut aufgehoben.

 
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Februar 4th, 2008 Posted by Kerstin | Privat, Kultur, Unterhaltung | 2 Kommentare >>



2 Reaktionen zu “FREIGELASSEN”

  1. Michael Döring

    Hallo,

    man kann seine Bücher auch auf “http://www.meinbuch-deinbuch.com/” tauschen (dort sind aber weniger Benutzer als bei Tauschticket). Aber nicht in beiden Tauschbörsen gleichzeitig einstellen.

    Persönlich nicht empfehlen kann ich Hitflip, da dort Gebühren erhoben werden.

    Übrigens: Auf korrekte Rechtschreibung in E-Mails zu achten ist nicht verkehrt oder überflüssig, sondern höflich gegenüber dem Lesenden!

    Ansonsten: Toller Podcast, tolle Musik!

    Gruß

    Micha

  2. Sven

    Hallo Kerstin!

    Ich kaufe wöchentlich bei Penny ein. Ist gleich um die Ecke und da die dort bis 22 Uhr geöffnet haben, gehe ich abends, wenn die meisten Menschen zu Hause fernsehen, einkaufen. Mittlerweile kennt mich die Dame an der Kasse bereits. Die Einkaufswägen der anderen schaue ich mir immer an und male mir die wildesten Geschichten aus. Vor allem die Kombination der Lebensmittel ist interessant. Da ich in einer sozial schwachen Gegend wohne, sind meistens Fertigprodukte, Popcorn, Prosecco in Dosen, Hackfleisch, weißes Toastbrot und teure, sinnlose Produkte wie Active O2 Wasser in den Wägen zu finden.

    Eine traurige Geschichte habe ich noch: Meine Verkäuferin auf hinter der Kasse stehende Einkaufswägen angesprochen, sagte sie, dass am Monatsende häufig die Konten leer sind und die Kunden ihre Einkäufe nicht mehr bezahlen könnten. Das Amt müsse erst noch zahlen. Und wenn ich in die stehen gelassenen Wägen schaue, bekomme ich ein beklemmendes Gefühl. Es befinden sich dort ausschließlich billige Produkte und selbst für die reicht das knappe Geld nicht.

    LG Sven

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